Antirutschmatten zur Ladungssicherung

Zuverlässige Ladungssicherung ist unsere Passion bei FAIRFIX. Antirutschmatten sind ein wesentliches Element dieser Sicherheitsstrategie – und wie bei unseren innovativen Verpackungssystemen FASTFIX und CORFEX verfolgen wir dabei eine durchdachte Gesamtphilosophie: Nur die richtige Kombination verschiedener Sicherungselemente bringt echte Zuverlässigkeit.

Antirutschmatten sind spezielle rutschhemmende Unterlagen, die zwischen Ladefläche und Transportgut platziert werden, um die Haftung zu erhöhen. Sie verhindern, dass sich Ladungen bei Bremsmanövern, Kurvenfahrten oder Ausweichbewegungen verschieben – und senken damit sowohl Unfallrisiken als auch die notwendige Menge zusätzlicher Zurrmittel.

Warum sind Antirutschmatten so wichtig?

Antirutschmatten sind unverzichtbare Hilfsmittel, um Transportgüter sicher zu fixieren und Unfälle zu vermeiden. Sie verhindern nicht nur Ladungsverschiebungen – sie tragen auch zu rechtlicher Sicherheit bei und reduzieren Betriebskosten erheblich.

Die drei wichtigsten Vorteile:

  • Erhöhte Sicherheit für alle
    Antirutschmatten erhöhen den Reibungswiderstand zwischen Ladefläche und Fracht deutlich. Dies ist besonders bei Vollbremsungen oder abrupten Ausweichmanövern entscheidend. Die Ladung bleibt stabil in Position, was die Ware schützt, aber die Fahrt auch für den Fahrer sicherer macht.
  • Rechtliche Compliance und Haftungsschutz
    Die VDI 2700-Richtlinie definiert klare Anforderungen an rutschhemmende Materialien im Straßengüterverkehr. Speditionen, Verlader und Auftraggeber sind rechtlich verpflichtet, Ladungen gemäß dieser Norm zu sichern. Der Einsatz geprüfter und intakter Antirutschmatten schafft eine Vermutungswirkung für ordnungsgemäße Ladungssicherung – und schützt damit vor Bußgeldern und Haftungsansprüchen.
  • Kostenersparnis durch optimierte Ladungssicherung
    Antirutschmatten ermöglichen es, die Anzahl zusätzlicher Zurrmittel wie Spanngurte oder Ketten deutlich zu reduzieren. In der Praxis konnten Speditionen ihre Materialkosten für die Sicherung um bis zu 40% senken, wenn sie Antirutschmatten mit modernen Verpackungssystemen wie FASTFIX kombinieren. Das spart nicht nur Kosten, sondern auch Zeit bei Be- und Entladung.

Aus der Praxis bei FAIRFIX:
Speditionen, mit denen wir zusammenarbeiten, nutzen Antirutschmatten gezielt zur Optimierung ihrer Logistik. Ein häufiges Szenario: Transporte mit FASTFIX-Kisten und richtig dimensionierten Antirutschmatten benötigen weniger externe Sicherungsmittel und ermöglichen schnellere Umschlagszeiten. Das Ergebnis: höhere Effizienz bei gleichzeitig besserer Sicherheit.

Person mit Sicherheitsschuhen steht auf einer rutschfesten Arbeitsplatzmatte in einer Industriehalle

Arten von Antirutschmatten und ihre Materialien

Nicht alle Antirutschmatten sind gleich. Die Wahl des Materials hängt von Transportart, Ladungstyp und Einsatzbedingungen ab. Hier zeigen wir Ihnen die gängigsten Varianten und wann sie sinnvoll eingesetzt werden.

  • Gummimatten (Vollgummi oder Gummigranulat)
    Die gängigste und bewährte Variante. Gummimatten sind flexibel, abriebfest und bieten hohen Reibungswiderstand. Sie sind kostengünstig und in zahlreichen Größen und Stärken erhältlich. Der Gleitreibwert liegt typischerweise zwischen µ = 0,6 und 0,8, was für die meisten Standard-Transporte ausreichend ist.
    Fairfix-Einsatz: Gummimatten sind perfekt für Standard-Transporte mit FASTFIX-Kisten geeignet. Sie kombinieren kostengünstige Sicherheit mit hoher Zuverlässigkeit.
  • Polyurethan-Matten (PU-Matten)
    Extrem langlebig und resistent gegen Öle, Chemikalien und Witterungseinflüsse. Sie eignen sich besonders für aggressive Einsätze und industrielle Anwendungen. PU-Matten haben eine längere Lebensdauer als Gummimatten und sind daher für Unternehmen mit hohem Transportvolumen wirtschaftlicher.
    Fairfix-Einsatz: PU-Matten sind ideal für Spezialtransporte und aggressive Container-Einsätze, insbesondere in Kombination mit unserem CORFEX-Containerstausystem. Sie gewährleisten zuverlässige Sicherheit auch unter extremen Bedingungen.
  • Recycling-Matten
    Aus recyceltem Gummigranulat gefertigt, sind sie umweltfreundlicher und oft günstiger als Primärmatten. Allerdings können ihre Reibwerte schwanken, weshalb sie nur eingesetzt werden sollten, wenn ein geprüfter Wert den Anforderungen entspricht.
    Fairfix-Einsatz: Recycling-Matten passen zu unserer Nachhaltigkeitsphilosophie und sind für Unternehmen interessant, die ihre ökologischen Fußabdrücke reduzieren möchten. Bei FAIRFIX nutzen wir nachhaltige Materialkonzepte auch bei der Entwicklung unserer Verpackungssysteme.
  • Spezialmatten für extreme Bedingungen
    Für sehr schwere Lasten, extreme Temperaturbereiche oder spezielle Materialpaarungen gibt es Matten, die für diese Anforderungen entwickelt wurden. Diese Matten werden oft in der Luftfahrtindustrie oder beim Transport hochsensibler Güter eingesetzt.
    Fairfix-Einsatz: Bei speziellen Transportanforderungen beraten wir Sie gerne, welche Kombination aus FASTFIX/CORFEX-Systemen und Spezialmatten optimal ist.

Technische Anforderungen und Wirksamkeit

Die Wirksamkeit einer Antirutschmatte wird durch ihren Gleitreibwert (Reibbeiwert µ) bestimmt. Dies ist nicht einfach eine Zahl, sondern die zentrale technische Kennzahl für sichere Ladungssicherung.

Der Gleitreibwert (µ) – Die wichtigste Kennzahl

Gemäß VDI 2700 ist ein Gleitreibwert von mindestens µ ≥ 0,6 erforderlich. Dies ist nicht willkürlich gewählt, sondern basiert auf Berechnungen für sichere Verzögerungswerte bei Notbremsungen. In der Praxis werden oft Werte zwischen µ = 0,6 und 0,8 angestrebt, je nach Ladungsgewicht und Flächenpressung.

Wichtig: Diese Werte gelten nur unter geprüften Bedingungen. Der Reibwert hängt ab von:

  • Materialpaarung (z.B. Gummi auf Holz vs. Gummi auf Stahlblech)
  • Oberflächenzustand (Verschmutzung, Verschleiß)
  • Feuchtigkeit (nasse Matten verlieren Haftung)
  • Flächenpressung (der Druck, den das Gewicht der Ladung auf die Matte ausübt)

Daher dürfen nur geprüfte Werte unter dokumentierten Bedingungen verwendet werden.

Weitere kritische Qualitätsmerkmale

  • Reißdehnung von mindestens 60%: Die Matte darf unter Belastung nicht reißen, sondern muss eine gewisse Elastizität aufweisen.
  • Abriebfestigkeit: Matten müssen langlebig sein und ihren Reibwert über längere Zeit behalten, auch bei regelmäßiger Nutzung.
  • Resistenz gegen Feuchtigkeit: Nasse oder feuchte Matten verlieren ihre Wirkung erheblich. Sie müssen daher vor Eindringen von Wasser geschützt werden.
  • Chemikalienresistenz: Besonders wichtig bei Transporten von Ölen, Säuren oder anderen aggressiven Stoffen.

Gesetzliche Vorschriften und Normen

VDI 2700: Der Standard für sichere Ladungssicherung

Die wichtigste Grundlage für Antirutschmatten ist die VDI-Richtlinie 2700, Blatt 15. Sie definiert „Rutschhemmende Materialien im Straßengüterverkehr” und ist nicht nur eine Empfehlung, sondern ein verbindlicher Standard, auf den sich deutsche und europäische Gerichte beziehen.

Die VDI 2700 schreibt unter anderem vor:

  • Mindest-Gleitreibwert µ ≥ 0,6 (oder höher je nach Anforderung)
  • Hohe Zugfestigkeit und Reißdehnung, um mechanische Stabilität zu gewährleisten
  • Dauerhafte Kennzeichnung mit Herstellerangaben, Material, Gleitreibwert und Prüfdatum
  • Dokumentierte Prüfbedingungen, damit der µ-Wert nachvollzogen werden kann

Die VDI 2700 ist zwar eine deutsche Norm, wird aber in vielen EU-Staaten und der Schweiz als Standard akzeptiert. Damit gilt sie im gesamten DACH-Raum als maßgebliche Grundlage für Ladungssicherung. Besonders wichtig: Bei Unfällen oder Verkehrskontrollen wird die Einhaltung dieser Norm juristisch überprüft.

Wer trägt die Verantwortung?

Viele Unternehmen denken, der Fahrer trägt die alleinige Verantwortung. Das ist ein Trugschluss. Laut VDI 2700 haften bei unzureichender Ladungssicherung nicht nur Fahrer, sondern auch:

  • Der Verlader (wer die Ware in das Fahrzeug packt)
  • Der Halter des Fahrzeugs
  • Der Auftraggeber (wer den Transport beauftragt)

Eine Kontrolle mit mangelhaft gesicherter Ladung kann für alle Beteiligten zu Bußgeldern führen und im Schadensfall zu unbegrenzten Haftungsansprüchen.

Prüfung und sichere Handhabung

Rutschhemmende Matten müssen in der Praxis:

  • Sauber, trocken und faltenfrei verlegt werden
  • Ausschließlich in Kombination mit Zurrmitteln wie Spanngurten, Ketten oder Direkt-Zurrungen genutzt werden
  • Vor Verschmutzung und Feuchtigkeit geschützt werden, um ihre Reibwerte beizubehalten

Wichtig: Die angegebenen µ-Werte gelten nur innerhalb der geprüften Einsatzbedingungen. Eine Matte mit µ = 0,8 auf trockenem Holz kann auf nasser Oberfläche nur noch µ = 0,5 erreichen.

Regelmäßige Kontrolle ist verpflichtend

Matten sind auszusortieren (als „ablegereif” zu bezeichnen), wenn sie:

  • Risse oder Ausbrüche aufweisen
  • Starke Abriebe oder Versprödungen zeigen
  • Beschädigungen durch Öl, Chemikalien oder Feuchtigkeit erlitten haben

Eine tägliche Sichtprüfung vor dem Einsatz ist verpflichtend. Zusätzlich empfehlen wir eine regelmäßige Überprüfung durch Fachpersonal, mindestens einmal jährlich. Dadurch wird sichergestellt, dass der vorgeschriebene Reibbeiwert zuverlässig eingehalten wird.

Antirutschmatten in der Praxis – Schritt für Schritt

Damit Antirutschmatten ihre volle Wirkung entfalten, ist die richtige Anwendung entscheidend. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie professionell vorgehen.

Schritt 1: Vorbereitung der Ladefläche

Die Grundlage ist entscheidend. Bevor Sie Antirutschmatten auslegen:

  • Reinigen Sie die Ladefläche gründlich von Verschmutzungen, Öl und losen Materialien
  • Trocknen Sie die Fläche vollständig ab (Feuchtigkeit reduziert den Reibwert)
  • Prüfen Sie, ob die Ladefläche eben ist und keine scharfen Kanten aufweist
  • Überprüfen Sie jede Antirutschmatte vor dem Einsatz auf Beschädigungen

Schritt 2: Korrekte Platzierung

  • Auslegen an allen Kontaktpunkten: Matten müssen überall dort platziert werden, wo Ladung die Ladefläche berührt
  • Faltenfrei positionieren: Falten oder Wellen reduzieren die effektive Kontaktfläche und damit die Reibung erheblich
  • Vollflächiger Kontakt: Die Matte muss auf ihrer gesamten Fläche mit Ladefläche und Ladung in Kontakt sein
  • Bei Bedarf mehrere Matten kombinieren: Größere Ladeflächen können mehrere Matten erfordern

Schritt 3: Kombination mit Zurrmitteln

Antirutschmatten ersetzen NICHT die Ladungssicherung, sondern ergänzen sie:

  • Nutzen Sie immer in Kombination mit Spanngurten, Ketten oder anderen Zurrmitteln
  • Der Vorteil: Durch die erhöhte Reibung können Sie oft mit weniger Zurrmitteln auskommen (bis zu 40% Reduktion)
  • Kontrollieren Sie die Spannung der Gurte regelmäßig, sie kann sich durch Vibrationen lockern
  • Verwenden Sie professionelle Zurrmittel, die den geltenden Normen entsprechen

Schritt 4: Laufende Kontrolle

  • Vor der Fahrt: Prüfen Sie, dass Matten und Zurrmittel korrekt liegen
  • Während der Fahrt: Kontrollieren Sie die Ladung und Sicherungsmittel (besonders nach ersten Bremsmanövern)
  • Nach längeren Fahrten: Überprüfen Sie, ob sich etwas verschoben hat
  • Nach jeder Tour: Sichtprüfung der Matten auf neue Beschädigungen

Zusammenfassung: Sichere Ladungssicherung mit Antirutschmatten

Antirutschmatten sind ein zentrales Hilfsmittel der Ladungssicherung. Sie erhöhen die Reibung zwischen Ladung und Ladefläche, verringern den Einsatz zusätzlicher Zurrmittel und steigern damit die Sicherheit für alle. Durch die VDI 2700 gibt es klare, verbindliche Vorgaben zu Material, Reibwert und Kennzeichnung. Ihre richtige Anwendung ist nicht nur eine Sicherheitsfrage – sie ist auch eine rechtliche Verpflichtung.

FAIRFIX bietet Ihnen ganzheitliche Lösungen für sichere Transporte:

Antirutschmatten funktionieren am besten in Kombination mit modernen Verpackungssystemen wie FASTFIX oder CORFEX. So entsteht eine durchdachte Sicherungsstrategie, die Ihre Transporte schützt – und Ihre Kosten optimiert.

  • FASTFIX – Sichere, modulare Verpackungskisten
    FASTFIX-Kisten sind speziell für den Einsatz mit Antirutschmatten konzipiert. Die rutschhemmend designten Bodenflächen schaffen in Verbindung mit hochwertigem Sicherungsmaterial eine stabile Ladungseinheit für Standard- und Spezialware.
  • CORFEX – Standardisiertes Containerstausystem
    Das CORFEX-System ermöglicht sichere, nachvollziehbare Beladungen in Seefrachtcontainern. Mit seinen integrierten Sicherungselementen und der optimierten Flächenpressung wird es durch professionelle Antirutschmatten perfekt ergänzt.

Kontaktieren Sie unser Logistik-Beratungsteam – wir beraten Sie gerne individuell.

Häufig gestellte Fragen zu Antirutschmatten

Warum sind Antirutschmatten so wichtig?


Welche Arten von Antirutschmatten gibt es?


Welcher Gleitreibwert ist vorgeschrieben?


Wie kombiniere ich Antirutschmatten optimal mit professionellen Verpackungssystemen?


Welche technischen Anforderungen müssen Matten erfüllen?


Wie erkenne ich, ob eine Antirutschmatte noch sicher ist?


Muss ich Antirutschmatten alleine oder in Kombination nutzen?


Wer ist verantwortlich für die richtige Anwendung?


Sind Recycling-Matten eine gute Alternative?


Wie lagere und pflege ich Antirutschmatten richtig?